Der regionale Internetknoten für Salzburg und darüber hinaus

Der SAIX bringt Daten auf direktem Weg ans Ziel – regional, schnell und zuverlässig. So entstehen kürzere Datenwege, geringere Latenzen und eine starke digitale Infrastruktur für Salzburg und die angrenzenden Regionen.

ISO/IEC 27001 zertifiziert

DIN EN 50600 zertifiziert

mehr als 3.500 m² Datacenter-Fläche

Platz für mehr als 20.000 Server

über 35 Jahre Erfahrung

Die regionale Datendrehscheibe

Direkter Datenaustausch in der Region.

Der Salzburg Internet Exchange (SAIX) ist die regionale Datendrehscheibe für Unternehmen, Provider und Organisationen. Daten werden direkt zwischen den angeschlossenen Teilnehmern ausgetauscht, anstatt über weit entfernte Internetknoten geroutet zu werden.

Das Ergebnis: kürzere Datenwege, geringere Latenzen und eine leistungsfähige, stabile Infrastruktur für den Wirtschaftsraum Salzburg, Oberösterreich und Bayern.

Seit 2015 schafft der von conova initiierte Non-Profit-Internetknoten damit eine direkte Verbindung zwischen regionalen und internationalen Netzwerken.

Lokal verbunden

Kurze Wege für Ihre Daten.

Warum ein regionaler Internet Exchange einen Unterschied macht.

Je direkter Daten ihr Ziel erreichen, desto effizienter kann Kommunikation im Internet funktionieren. Beim SAIX werden Daten lokal zwischen den Teilnehmern ausgetauscht. Unnötige Umwege über internationale oder weit entfernte Knotenpunkte werden dadurch reduziert.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Geringere Latenz: Kürzere Datenwege sorgen für schnellere Reaktionszeiten.
  • Mehr Performance: Direkte Verbindungen reduzieren Engpässe auf Transitstrecken.
  • Höhere Stabilität: Zusätzliche Peering-Verbindungen reduzieren Abhängigkeiten von einzelnen Upstream-Providern.
  • Mehr Datensouveränität: Regionale Datenwege schaffen mehr Transparenz darüber, welchen Weg Daten nehmen.
  • Weniger Kosten: Der Datenaustausch über den SAIX erfolgt als Settlement-Free-Peering ohne Verrechnung des übertragenen Datenvolumens.

Stabilität durch Redundanz

Ein Internetknoten, der auf Verfügbarkeit ausgelegt ist.

Der SAIX wird redundant über mehrere Verfügbarkeitszonen betrieben.

Neben den conova Rechenzentren sind auch Standorte bei Partnern Teil der Infrastruktur. Dadurch entsteht eine robuste Basis für den regionalen Datenaustausch.

Auch die technische Plattform wird kontinuierlich weiterentwickelt. Im Zuge des zehnjährigen Bestehens wurde die zugrunde liegende Infrastruktur umfassend erneuert und die Managementplattform modernisiert.

Die Route Server werden regelmäßig gepatcht. Dank des redundanten Betriebs können Wartungsarbeiten für Teilnehmer mit entsprechender redundanter Anbindung unterbrechungsfrei durchgeführt werden.

Weniger Distanz. Mehr Geschwindigkeit.

Warum Daten nach Frankfurt schicken, wenn ihr Ziel in Salzburg liegt?

Lokales Peering reduziert unnötige Umwege.

Ohne regionales Peering können selbst Daten zwischen zwei Unternehmen derselben Region über weit entfernte Internetknoten transportiert werden. Der SAIX schafft dafür eine direkte Alternative.

Daten können zwischen den angeschlossenen Netzwerken unmittelbar ausgetauscht werden. Das reduziert die Distanz und damit die Latenz – ein entscheidender Vorteil für Anwendungen, bei denen schnelle Reaktionszeiten und zuverlässige Verbindungen gefragt sind.

Gleichzeitig werden internationale Transitstrecken entlastet und zusätzliche direkte Verbindungen zwischen Unternehmen, Providern und Organisationen im selben Wirtschaftsraum möglich.

Digitale Unabhängigkeit

Weniger Abhängigkeit in einer zunehmend vernetzten Welt.

Leistungsfähige Internet-Infrastruktur bedeutet heute mehr als hohe Bandbreite. Entscheidend ist auch, Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern, Strecken und zentralen Knotenpunkten zu reduzieren.

Regionale Internet Exchanges schaffen zusätzliche Wege für den Datenverkehr und unterstützen damit eine resilientere Netzarchitektur.

Das bedeutet:

  • weniger Abhängigkeit von einzelnen Upstream-Providern
  • zusätzliche direkte Verbindungen zwischen regionalen Netzwerken
  • kürzere und transparentere Datenwege
  • höhere Widerstandsfähigkeit der Netzwerkinfrastruktur
  • eine stärkere digitale Infrastruktur innerhalb der Region

 

Damit wird regionales Peering zu einem wichtigen Baustein für Unternehmen, die ihre Netzwerkinfrastruktur langfristig resilient und zukunftssicher gestalten möchten.

Ein Jahrzehnt Internet Exchange in Salzburg.

Was vor zehn Jahren als Vision begann, ist heute ein zentraler Internetknoten für die Region.

Im Wordrap blickt DI (FH) Stefan Kaltenbrunner, Chief Strategy Officer (CSO) bei conova und Initiator des Salzburger Internet Exchanges, auf ein Jahrzehnt SAIX zurück:

Internet Exchange Salzburg SAIX Stefan Kaltenbrunner

Der SAIX feierte vergangenes Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Was sind für dich persönlich die Meilensteine dieses Projektes?

Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen neben der Inbetriebnahme im Jahr 2015 insbesondere die Erweiterung um zusätzliche Standorte, etwa gemeinsam mit Projektpartnern im Techno-Z sowie in unserem Datacenter 6 in Hallein. Auf technischer Ebene markieren das Netzwerk-Upgrade mit Unterstützung von bis zu 100 Gbit/s im Jahr 2021 sowie der umfassende Ausbau der Managementinfrastruktur inklusive eigener Virtualisierungsumgebung und moderner Hardware im Jahr 2025 zentrale Entwicklungsschritte.

Wie hat sich der Datenverkehr seit dem Start des SAIX entwickelt?

Der Datenverkehr ist über die Jahre hinweg kontinuierlich angestiegen. Wenngleich es in dieser Zeit auch zu regionalen Schwankungen und zu Veränderungen infolge von Umbauten und infrastrukturellen Anpassungen kam. Solche Umstellungen benötigen erfahrungsgemäß eine gewisse Zeit, bis sie von den Teilnehmern vollständig umgesetzt werden. Die Anzahl der Mitglieder ist insgesamt sehr stabil geblieben, mit einigen neuen Teilnehmern in den vergangenen Jahren.

Für welche Unternehmen oder Organisationen ist ein regionaler Internetknoten besonders interessant?

Ein regionaler Internetknoten steht grundsätzlich allen Organisationen offen, die mit einem eigenen Autonomen System (AS) am globalen Internet teilnehmen möchten. Die wesentlichen Vorteile liegen in der geringen Latenz, der erhöhten Resilienz gegenüber den Herausforderungen langer Glasfaserstrecken sowie in der Möglichkeit, direkte Verbindungen zu anderen Unternehmen im selben Wirtschaftsraum aufzubauen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller globaler Entwicklungen gewinnen solche regionalen Konzepte und Lösungen zunehmend an Bedeutung.

Für Kunden von conova in einem unserer Rechenzentren ist die Anbindung seit der Gründung kostenfrei verfügbar. Auch für externe Teilnehmer ist die Teilnahme grundsätzlich kostenlos, lediglich die Herstellung des eigenen Anschlusses ist durch den jeweiligen Teilnehmer selbst zu organisieren.

Wird die Bedeutung von regionalen Internetknoten weiter zunehmen, oder beobachtest du einen Trend hin zu den großen Exchanges wie AMS-IX und CE-CIX?

Die vergangenen zehn Jahre waren maßgeblich vom Ausbau der Services großer, internationaler Internet Exchange Points geprägt. In den letzten zwölf bis 18 Monaten beobachten wir jedoch ein erneut wachsendes Interesse an der Diversifizierung von Internet-Transit- und Peering-Strukturen. Treiber dafür sind sowohl politische Rahmenbedingungen als auch regulatorische Entwicklungen, etwa durch das RKEG (Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz) oder das NISG 2026 (Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026). Dabei rückt zunehmend nicht nur die geografische, sondern auch die organisatorische Unabhängigkeit in den Fokus. Ziel ist es, eine insgesamt resilientere Zuliefer- und Vernetzungssituation zu schaffen und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern oder Strukturen gezielt zu reduzieren.

Welche Entwicklungen siehst du aktuell bei Peering-Technologien und Traffic Management?

Settlement-Free-Peering (Peeringmethode, bei der der Datenaustausch zwischen den Teilnehmern ohne Abrechnung erfolgt) steht derzeit vor unterschiedlichen strukturellen Herausforderungen. Große Internet Exchange Points haben in vielen Regionen bereits eine gewisse Marktsättigung hinsichtlich der Teilnehmerzahlen erreicht und erweitern ihr Portfolio zunehmend um standortübergreifende Vernetzungsangebote – sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene. Damit treten sie oftmals in Konkurrenz zu klassischen, global agierenden Telekommunikationsanbietern oder ersetzen deren Leistungen.

Parallel dazu ist in der Rechenzentrumsbranche ein klarer Trend erkennbar, bei dem sich die Monetarisierung von Services verstärkt in Richtung der physischen Vernetzung innerhalb der Rechenzentrumsstandorte verlagert, etwa durch Cross-Connects oder interne Verkabelungen. Während früher das Housing selbst den zentralen Kostenfaktor darstellte, ist heute häufig die einzelne Verbindung zwischen zwei Kunden innerhalb eines Rechenzentrumscampus kostenbestimmend. Die ökonomischen Rahmenbedingungen dieser Modelle begünstigen eine starke Konzentration von Diensten, die zunehmend über genau diese Verbindungen abgewickelt werden.

Sie interessieren sich für den Salzburger Internet Exchange (SAIX)?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf unter +43 662 22 00-0 oder melden Sie sich über

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